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6 PSI-Tests

Hier werden einfache Verfahren gezeigt, mit denen Sie Ihre parapsychologischen Fähigkeiten testen können.
Präkognition, Hellsehen, Telepathie und Psychokinese werden behandelt.
Für die vier folgenden Versuchsreihen nehmen Sie einen Würfel Ihrer Wahl, wenn Sie schon mit ihm vertraut sind, ansonsten einen herkömmlichen mit den Augen von 1 bis 6.

Die mathematische Wahrscheinlichkeit für den Wurf einer bestimmten Augenzahl beträgt 1/6.
Bei einer hohen Zahl an Versuchen sollte dieser Wert annähernd erreicht werden. Dazu dividieren Sie die Anzahl der Treffer durch die Anzahl der Versuche. So erwartet man bei 1800 Versuchen etwa 300 Einser. Doch aus der Messung wird kaum exakt dieser mathematische Wert hervorgehen, sondern er wird etwas davon abweichen. Vielleicht werden nur 280 Einser oder sogar 315 Einser dabei sein. Diese Abweichungen werden Streuung genannt. Die Streuung oder Standardabweichung vom Mittelwert errechnet sich aus der Quadratwurzel aus n*p*(1 - p), wobei n die Anzahl der Versuche und p die Treffer-Wahrscheinlichkeit ist.
(1 - p) ist somit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis nicht eintritt. Für den Würfel gilt somit, die Wahrscheinlichkeit p, eine Eins zu würfeln ist 1/6, die Wahrscheinlichkeit (1 - p) keine Eins zu würfeln ist 5/6.
Den Parapsychologen interessiert, ob sich das Untersuchungsergebnis signifikant von der mathematischen Wahrscheinlichkeit unterscheidet. Das heißt, dass das Ergebnis so überzeugend ist, dass der mathematische Zufall ausgeschlossen werden kann. Das ist ein Hinweis auf die Nichtzufälligkeit des Ergebnisses.
In der Statistik wird der Begriff der Signifikanz dafür geprägt, sie ist die Abweichung vom Erwartungswert dividiert durch die Standardabweichung, man nennt sie auch CR (= Critical Ratio). In der Parapsychologie sollte diese Signifikanz das Zweieinhalbfache (2,58) der Standardabweichung betragen, um eine verlässliche Aussage zu bekommen, das heißt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis zufällig ist, nur ein Prozent beträgt.
Die Signifikanzgrenze gibt die Anzahl der benötigten Treffer an, die gebraucht wird. Wird 1800 mal gewürfelt wäre die Signifikanzgrenze 341, dh., die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als 341 Einser fallen, ist äußerst gering, nämlich 1%.
Führt man nur 30 Würfe durch, so liegt die Signifikanzgrenze bei 11, denn der mathematische Erwartungswert für eine Zahl ist 30:6 = 5, die Streuung daher Wurzel aus (n * p * (1 – p)) = Wurzel aus (30 * 1/6 * 5/6) = 2,04.
Mit einem CR-Wert von 2,58 ergibt sich die Signifikanzgrenze zu
[Erwartungswert (= 5)] + [2,58 * Streuung (= 2,58 * 2,04 = 5,27)] = 10,27

Wenn Sie nun diese Tests durchführen und die Signifikanzgrenze überschreiten, dh., mehr Treffer erzielen, als der CR-Wert angibt, können Sie von einem paranormalen Phänomen ausgehen.

Um eine „Überwahrscheinlichkeit“ bei n Versuchen mit einem Würfel zu erreichen, ist die Signifikanzgrenze SG:

SG = n/6 + CR * Wurzel( n * 1/6 * 5/6 ) => SG = ( n + CR * Wurzel( 5 * n)) / 6

Signifikanzgrenzen bei n Versuchen für CR1 = 2,58 und CR2 = 4:   Chance bei verschiedenen CRs:
Versuche SG(CR1) SG(CR2) Versuche SG(CR1) SG(CR2)   CR Chance gegen den Zufall
30 11 14 500 105 117   2.0 1 : 20
40 13 17 1 000 198 214   2.5 1 : 80
50 15 19 1 500 288 308   2.58 1 : 100
60 18 22 2 000 377 400   3.0 1 : 370
70 20 25 5 000 902 939   3.5 1 : 2 100
80 22 27 10 000 1 764 1 816   4.0 1 : 16 000
90 25 30 20 000 3 470 3 545   5.0 1 : 1 700 000
100 27 32 50 000 8 549 8 667   6.0 1 : 500 000 000
200 47 55 100 000 16 974 17 139   7.0 1 : 400 000 000 000

Rät eine Person bei 2000 Versuchen 377 mal die richtige Zahl, wäre dieses Ergebnis mit nur 1% „überzufällig“, bei einem kritischen Bruch (CR) von 3.0 ist der Wahrscheinlichkeitswert nur noch 0,3%. Noch besser wäre ein CR-Wert von 4.0 zu wählen, dann wäre die Wahrscheinlichkeit 0,006%, also sehr unwahrscheinlich, dass der gemessene Wert zufällig ist.
Berechnet werden diese Wahrscheinlichkeiten über das Integral der Normalverteilung:
dh., das Flächenverhältnis der unwahrscheinlichen Ereignisse (x > u) zu der der wahrscheinlichen Ereignisse (x < u) unter der Glockenkurve.
Und nun zu den Untersuchungen. Machen Sie zunächst nur 30 Versuche, wenn Sie merken, dass Sie eine gute Trefferausbeute haben, gehen sie zu längeren Versuchsreihen über.
Überdurchschnittliche Ergebnisse erhält man oft in fröhlicher und ausgelassener Stimmung, ein, zwei Glas Wein können den Erfolg unterstützen.

 
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