Das Miwin'sche Orakel <= || Seite 4 || =>

1 Einleitung

1.1) Über Raum und Zeit

Da alles möglich ist, braucht man nichts zu beweisen

Zahlen sind so alt, wie das Universum, sie entstanden mit ihm. Drei Steine waren schon immer drei Steine, egal, ob sie jemand gezählt hat, oder nicht, egal, welcher Ausdruck, welche Sprache oder welche Symbolik dafür verwendet wurde.

Doch das Erfassen dieser drei Steine ist nicht unabhängig von der Beobachtung, liegen die drei Steine beispielsweise hintereinander, und der Beobachter schaut genau in diese Richtung, so sieht er nur einen, nämlich den ersten Stein (unter der Vorraussetzung, daß der erste nicht kleiner als einer der beiden anderen ist). Der wahre Wert ist hier also ein anderer, als der beobachtete. Die Beobachtung war eindimensional. Erweitern wir diese Beobachtungsdimension auf die zweite Dimension, indem wir uns um die Steine herum bewegen, so erkennen wir, daß es drei sind.

Uns Menschen in unserer dreidimensionalen Gestalt sind meist höhergeordnete Beobachtungsmöglichkeiten verschlossen und somit eine Vielfalt von Erkenntnissen versagt, obwohl vorhanden. Die Suche nach Verborgenem scheint so alt, wie die Menschheit. Die Fragen nach Ereignissen in der Zukunft, nach Begebenheiten an unzugänglichen Orten und nach Ursachen irgendwelcher Zustände (zum Beispiel Krankheiten), wurden versucht mit Hilfe von Vermittlern zu beantworten. Solche Vermittler sind unter anderem das Pendel, die Wünschelrute, die Karten, die Runen oder Münzen (I GING). Allen gemeinsam ist die Art der Vermittlung, die Bewegung, - gedeutet wird die Form!

Die Zeit an sich ist nichts Ursprüngliches, sie ist nur eine Folge der Bewegung bzw. der Veränderung. Sie ist nur eine Übereinkunft und wird durch Bewegungseinheiten festgelegt, und zwar mit dem Bezug auf eine Länge (t=s/v), insbesondere werden periodische harmonische Schwingungen als Zeiteinheitsdefinition herangezogen, zB. das Sekundenpendel, Kristallgitter-Schwingungen oder die Frequenz einer Strahlung, die das Cäsium 133 Atom aussendet. Andere Zeitmesser sind die Sonnenuhr, die Drehung der Erde um die Sonne, oder auch die Sanduhr.

Es ist also die Zeit eine aus der Bewegung abgeleitete Größe, wie man auch leicht daran erkennen kann, daß sich die Eigenzeit eines Systems mit dessen Geschwindigkeit ändert (=> Relativitätstheorie). Auch das subjektive Zeitempfinden ist sehr veränderlich, es hängt stark von den Wechselwirkungen einer Person zu seinem Umfeld ab, ergibt sich beispielsweise während einer langen Zugsfahrt ein anregendes Gespräch, so vergeht die Zeit wie im Fluge, ist die Fahrt jedoch eintönig, so vergeht die Zeit überhaupt nicht. Das heißt, Bewegung ist nicht nur notwendig, um von einem Ort zum anderen zu gelangen, sondern auch um in die Zukunft oder die Vergangenheit vordringen zu können.

Parapsychologische Experimente werden statistisch ausgewertet. Mit einer großen Zahl von Versuchen wird geprüft, ob die Trefferausbeute sich signifikant von der mathematischen Wahrscheinlichkeit unterscheidet. Trifft das zu, so spricht man von einem paranormalen Phänomen. Bei solchen Ereignissen geht der Informationsweg offensichtlich durch eine übergeordnete Dimension. Daher kann gesagt werden:

Die Informationsübertragung durch diese Meta-Dimension ist eine Störung des mathematischen Zufalls!

Um also Information über Unbekanntes erlangen zu können, bedarf es eines Mittlers, der Zufälligkeiten erzeugt, und zwar durch Bewegung. Einer der ältesten Zufallsgeneratoren, der diesen Bedingungen gehorcht, ist der Würfel. In seiner ursprünglichen Form erscheint er jedoch nicht besonders geeignet ausreichende Information zu vermitteln. Es wurden daher signifikante Änderungen an der Flächenbelegung durch Zahlenwerte vorgenommen.

Die Zahlenmystik ist mindestens so alt wie die Astrologie. Es war also naheliegend, sich diese Erfahrungswerte zu Nutze zu machen und eine Synthese zu dem Vorhergesagten zu schaffen.

So entstanden die Miwin'schen Würfel.

 
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