Autor: mgf. winkelmann

Linien-Spiele

Miwin'sche Würfel
kariertes Papier, Stift

2 Spieler

Spieltyp: Taktik, Glück

 

Koordinatensystem

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Spiel: Lampropeltis
Spiel: Pituophis
Spiel: Coronella
siehe auch: Poison oak,     Giant tree,     Poison leaves

Lampropeltis:

Ziel: Eine Linie mit einer Länge zu erzeugen, die schon einmal vorhanden ist.

Das Spielfeld: Zuerst wird auf kariertem Papier ein Koordinatensystem gezeichnet, (0 < x < 10, 0 < y < 10).

Spielablauf: Ein Spieler (A) spielt auf den x-Koordinaten, der andere Spieler (B) auf den y-Koordinaten.

Spieler A beginnt und wählt sich von den drei Miwin'schen Würfeln einen aus und würfelt. Die gewürfelte Zahl ergibt den Wert für die x-Koordinate.
Zu dieser x-Koordinate wählt der Spieler willkürlich eine y-Koordinate von 1 bis 9 und zeichnet den Punkt in das Koordinatensystem.

Spieler B wählt sich nun von den drei Miwin'schen Würfeln einen aus und würfelt. Diese gewürfelte Zahl ergibt den Wert für die y-Koordinate.
Zu dieser y-Koordinate wählt der Spieler willkürlich eine x-Koordinate von 1 bis 9 und zeichnet den Punkt in das Koordinatensystem.
Der Punkt muss so gewählt werden, dass die Verbindungslinie zum vorherigen Punkt eine senkrechte, waagerechte oder diagonale Linie ergibt.

Diese zwei Punkte werden nun miteinander durch einen Pfeil verbunden, wobei die Pfeilspitze zum zuletzt gezeichneten Punkt zeigt.

Spieler A wählt nun wieder einen der drei Miwin'schen Würfeln und würfelt. Die gewürfelte Zahl ergibt wieder den Wert für die x-Koordinate.
Zu dieser x-Koordinate wählt der Spieler wieder eine y-Koordinate von 1 bis 9 und zeichnet den Punkt so in das Koordinatensystem, dass die Verbindungslinie zum vorherigen Punkt eine senkrechte, waagerechte oder diagonale Linie ergibt. Dabei darf ein Pfeil nicht auf sich zurückführen!

Beispiel:

1) Spieler A würfelt x = 7 und wählt für die y-Koordinate 9 (Startpunkt)
2) Spieler B würfelt y = 1 und wählt für die x-Koordinate 7 und zeichnet einen senkrechten Pfeil vom ersten Punkt (7/9) zum neuen Punkt (7/1).
Länge = 8.
3) Spieler A würfelt x = 2 und wählt für die y-Koordinate 6 und zeichnet einen diagonalen Pfeil vom letzten Punkt (7/1) zum neuen Punkt (2/6).
Länge = Wurzel(50) = 7,07
4) Spieler B würfelt y = 1 und wählt für die x-Koordinate 2 und zeichnet einen senkrechten Pfeil vom letzten Punkt (2/6) zum neuen Punkt (2/1).
Länge = 5.
5) Spieler A würfelt x = 8 und wählt für die y-Koordinate 7 und zeichnet einen diagonalen Pfeil vom letzten Punkt (2/1) zum neuen Punkt (8/7).
Länge = Wurzel(72) = 8,49
6) Spieler B würfelt y = 7 und wählt für die x-Koordinate 7 und zeichnet einen waagerechten Pfeil vom letzten Punkt (8/7) zum neuen Punkt (7/7).
Länge = 1.
7) Spieler A würfelt x = 3 und wählt für die y-Koordinate 7 und zeichnet einen waagerechten Pfeil vom letzten Punkt (7/7) zum neuen Punkt (3/7). Linie a.
Länge = 4.
8) Spieler B würfelt y = 5 und wählt für die x-Koordinate 5 und zeichnet einen diagonalen Pfeil vom letzten Punkt (3/7) zum neuen Punkt (5/5).
Länge = Wurzel(8) = 2,83.
9) Spieler A würfelt x = 8 und wählt für die y-Koordinate 5 und zeichnet einen waagerechten Pfeil vom letzten Punkt (5/5) zum neuen Punkt (8/5).
Länge = 3.
10) Spieler B würfelt y = 1 und wählt für die x-Koordinate 8 und zeichnet einen senkrechten Pfeil vom letzten Punkt (8/5) zum neuen Punkt (8/1). Linie b.
Länge = 4.
Beispiel

x 7 2 8 3 8
Punkt 7/9 2/6 8/7 3/7 8/5
y 1 1 7 5 1
Punkt 7/1 2/1 7/7 5/5 8/1

Spieler B erzeugte mit der letzten Linie b mit einer Länge von 4 eine gleichlange Länge, wie eine schon vorhandene Länge, die der Linie a, somit hat Spieler B gewonnen.

Spielvarianten:
I: Die gleichlangen Pfeile müssen parallel sein.
II: Die gleichlangen Pfeile müssen parallel und gleichgerichtet sein.

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Pituophis:

Ziel: Eine Linie mit einer Länge zu erzeugen, die schon einmal vorhanden ist.

Das Spielfeld: Zuerst wird auf kariertem Papier ein Koordinatensystem gezeichnet, (0 < x < 10, 0 < y < 10).

Spielablauf: Ein Spieler (A) spielt auf den x-Koordinaten, der andere Spieler (B) auf den y-Koordinaten.

Spieler A beginnt und wählt sich von den drei Miwin'schen Würfeln einen aus und würfelt. Die gewürfelte Zahl ergibt den Wert für die x-Koordinate.
Zu dieser x-Koordinate wählt der Spieler willkürlich eine y-Koordinate von 1 bis 9 und zeichnet den Punkt in das Koordinatensystem.

Spieler B wählt sich nun von den drei Miwin'schen Würfeln einen aus und würfelt. Diese gewürfelte Zahl ergibt den Wert für die y-Koordinate.
Zu dieser y-Koordinate wählt der Spieler willkürlich eine x-Koordinate von 1 bis 9 und zeichnet den Punkt in das Koordinatensystem.

Diese zwei Punkte werden nun miteinander durch einen Pfeil verbunden, wobei die Pfeilspitze zum zuletzt gezeichneten Punkt zeigt.
Es muss keine senkrechte, waagerechte oder diagonale Linie sein!

Spieler A wählt nun wieder einen der drei Miwin'schen Würfeln und würfelt. Die gewürfelte Zahl ergibt wieder den Wert für die x-Koordinate.
Zu dieser x-Koordinate wählt der Spieler wieder eine y-Koordinate von 1 bis 9 und zeichnet den Punkt in das Koordinatensystem. Dabei darf ein Pfeil nicht auf sich zurückführen!

Beispiel:

1) Spieler A würfelt x = 6 und wählt für die y-Koordinate 6 (Startpunkt)
2) Spieler B würfelt y = 3 und wählt für die x-Koordinate 2 und zeichnet einen Pfeil vom ersten Punkt (6/6) zum neuen Punkt (2/3).
Länge = 5.
3) Spieler A würfelt x = 4 und wählt für die y-Koordinate 1 und zeichnet einen Pfeil vom letzten Punkt (2/3) zum neuen Punkt (4/1).
Länge = Wurzel(8) = 2,83.
4) Spieler B würfelt y = 1 und wählt für die x-Koordinate 8 und zeichnet einen Pfeil vom letzten Punkt (4/1) zum neuen Punkt (8/1).
Länge = 4.
5) Spieler A würfelt x = 6 und wählt für die y-Koordinate 4 und zeichnet einen Pfeil vom letzten Punkt (8/1) zum neuen Punkt (6/4).
Länge = Wurzel(13) = 3,61
6) Spieler B würfelt y = 8 und wählt für die x-Koordinate 9 und zeichnet einen Pfeil vom letzten Punkt (6/4) zum neuen Punkt (9/8).
Länge = 5.
Spieler B erzeugte mit der letzten Linie b mit einer Länge von 5 eine gleichlange Länge, wie eine schon vorhandene Länge, die der Linie a, somit hat Spieler B gewonnen.
Beispiel

x 6 4 6
Punkt 6/6 4/1 6/4
y 3 1 8
Punkt 2/3 8/1 9/8

Spielvarianten:
I: Die gleichlangen Pfeile müssen parallel sein.
II: Die gleichlangen Pfeile müssen parallel und gleichgerichtet sein.

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Coronella:

Ziel:
Der Spieler, der zuerst eine Gerade bildet, hat gewonnen.
Schafft ein Spieler eine Gerade zu bilden, so haben alle nachfolgende Spieler noch einen Wurf frei.

Das Spielfeld:
Ein 9 x 9 - Spielbrett (0 < x < 10, 0 < y < 10)
pro Spieler 3 Spielsteine einer Farbe

2 - 4 Spieler

Ist ein 9 x 9 - Spielbrett nicht verfügbar, so hilft ein Schachbrett, man muss allerdings statt der Felder die Kreuzungspunkte der Linien besetzen.

Coronella  
  3 Geraden  

Spielablauf:

Ein kurzes Spiel:
Spieler A beginnt und würfelt mit allen drei Miwin'schen Würfeln und erhält damit drei Zahlenpaare.
Nämlich:
Würfelzahl 1 (WZ 1) und Würfelzahl 2 (WZ 2), daraus können die zwei Zahlenpaare (WZ 1 / WZ 2) und (WZ 2 / WZ 1) gebildet werden,
Würfelzahl 1 (WZ 1) und Würfelzahl 3 (WZ 3), daraus können die zwei Zahlenpaare (WZ 1 / WZ 3) und (WZ 3 / WZ 1) gebildet werden,
Würfelzahl 2 (WZ 2) und Würfelzahl 3 (WZ 3), daraus können die zwei Zahlenpaare (WZ 2 / WZ 3) und (WZ 3 / WZ 2) gebildet werden,
es ergeben sich somit 6 Felder, auf die ein Stein gesetzt werden kann!

Ein Feld wählt er nun für seinen ersten Stein aus.

Spieler B macht das ebenso.
Nun ist wieder Spieler A an der Reihe, würfelt wieder mit allen drei Miwin'schen Würfeln und setzt seinen zweiten Stein.
Wenn, nachdem jeder seine 3 Steine gesetzt hat, niemand eine Gerade geschafft hat, wird ein Stein versetzt.
Dazu wird wieder mit allen drei Würfeln gewürfelt und der Spieler entscheidet sich, einen seiner 3 Steine auf eins der sechs Felder, die ihm zur Verfügung stehen, zu versetzen.

Der Spieler, der es schafft, seine drei Steine in eine Linie zu bringen, hat nur dann gewonnen, wenn keiner der nachfolgenden Spieler eines schafft, ansonsten ist die Partie remis.

Beispiel:

1) Spieler A würfelt 1 und 5 und 6 und setzt seinen 1. Stein auf das Feld (5/6)
2) Spieler B würfelt 1 und 3 und 3 und setzt seinen 1. Stein auf das Feld (3/1)

3) Spieler A würfelt 5 und 6 und 8 und setzt seinen 2. Stein auf das Feld (8/6)
4) Spieler B würfelt 4 und 4 und 6 und setzt seinen 2. Stein auf das Feld (4/4)

5) Spieler A würfelt 7 und 7 und 8 und setzt seinen 3. Stein auf das Feld (8/7)
6) Spieler B würfelt 3 und 6 und 8 und setzt seinen 3. Stein auf das Feld (3/6)

Spieler B hat im 8. Zugmit Spieler A gleichgezogen, die Partie ist unentschieden!
Spieler A würfelt: 1, 5, 6 5, 6, 8 7, 7, 8 5, 6, 6  
und setzt Stein auf Punkte (5/6) (8/6) (8/7) (8/7) => (6/6)
           
Spieler B würfelt: 1, 3, 3 4, 4, 6 3, 6, 8 3, 6, 9  
und setzt Stein auf Punkte (3/1) (4/4) (3/6) (4/4) => (3/9)

7) Spieler A würfelt 5 und 6 und 6 und versetzt seinen 5. Stein
vom Feld (8/7) auf das Feld (6/6)
8) Spieler B würfelt 3 und 6 und 9 und versetzt seinen 4. Stein
vom Feld (4/4) auf das Feld (3/9)

1. Zug:
Spieler A setzt auf x = 5 und y = 6
2. Zug:
Spieler B setzt auf x = 3 und y = 1
3. Zug:
Spieler A setzt auf x = 8 und y = 6
4. Zug:
Spieler B setzt auf x = 4 und y = 4
5. Zug:
Spieler A setzt auf x = 8 und y = 7
6. Zug:
Spieler B setzt auf x = 3 und y = 6
7. Zug:
A zieht von (8/7) nach x = 6 und y = 6
8. Zug:
B zieht von (4/4) nach x = 3 und y = 9

Spieler A und Spieler B schafften es gerade Linien zu erzeugen, daher geht das Spiel unentschieden aus!

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